'Klärungsbogen zur Förderung von Erfolg'
- für Autoren und andere schöpferisch Tätige
Für das Begreifen einer bestehenden Situation kann es sehr klärend sein, sowohl die vorliegenden konkreten Bedingungen als auch die eigene innere Ausrichtung aufzuschreiben und sich so bewusst zu werden darüber, ob Wünsche und tatsächliche Gegebenheiten im Einklang stehen.
Dafür erstellte ich diesen 'Klärungsbogen'!
Es handelt sich um ein aktiv anzuwendendes Papier, das anregt und anleitet, sich eingehend mit den persönlichen Befähigungen zu beschäftigen. Diese sollen damit bewusst gemacht und gefördert werden, um als Ziel in Austausch treten zu können mit dem passenden Kreis von Interessenten oder Publikum.
Auf der Grundlage entsprechender eigener Erfahrungen wendet er sich an Autoren, oder - allgemeiner ausgedrückt - an Menschen, die sich zum Schreiben hingezogen fühlen. (Schreiben meint hier das hervorbringende oder schöpferische Schreiben im Gegensatz zum 'anwendenden', wie etwa der Niederschrift oder dem Notieren von Inhalten/Zwecken).
Dazu angeregt wurde ich, weil ich sehe, daß es viele Autoren/Künstler gibt, die es drängt, sich mitzuteilen und ein Publikum anzusprechen, die aber keinen Zugang zu einem solchen finden.
Aus meinen Anleitungen zur Klärung schwieriger Situationen weiß ich, daß das eingehende bewusste Befassen mit einem Thema Zugänge und Möglichkeiten eröffnet, und darum stelle ich diese Anregung zur Verfügung.
Das Wort 'Künstler' steht hier als Oberbegriff für Menschen, die gleichfalls nach weiterführenden Wegen für ihr schöpferisches Tätigsein suchen. Wenn auch der Text sprachlich zunächst für Autoren abgefasst ist, können doch die entsprechenden Fragen und Anregungen für andere Gebiete entsprechend umgewandelt werden!
Sie profitieren am meisten, wenn Sie Ihre Gedanken dazu schriftlich auf separatem Papier notieren! Alle Erwiderungen und alles Reflektieren anhand dieses Bogens erfolgen für Sie selbst. Es wird Ihnen zu Selbsterkenntnis verhelfen. Anhand der wiederum können Veränderung und Entwicklung entstehen.
Darum eine Frage, die Sie sich selbst stellen sollten, vorneweg:
- Was bewegt Sie, sich mit diesem Klärungsbogen zu befassen?
Der Löwenweg
Begleittext zur Fabel "Der depressive Löwe";
Anwendung für die Lebenspraxis
In der Geschichte vom depressiven Löwen in dem kleinen Buch "Fabelhafte Zeiten" lesen wir, daß der Löwe seine Lebensfreude verloren hatte, und das schon seit einiger Zeit. Weiter heißt es, daß er an Selbstzweifeln litt, was für einen Löwen ganz bestimmt ungünstig ist.
Dies muß so ausgeprägt gewesen sein, daß es anderen erkennbar aufgefallen ist. Wem, das erfährt der Leser nicht, aber jemand muß ihm geraten haben, zum Psychologen zu gehen.
Etliche unangenehme Empfindungen und unwillkürliche Impulse begleiten die Sitzung auf der Psychiater-Liege, wie Unwohlsein und ein Zittern der Schwanzspitze. Es werden ihm Fragen gestellt, woraufhin sich der Löwe überwindet und zu erzählen beginnt, was ihn bedrückt. Der Psychologe kommentiert nicht, als der Löwe vom sich steigernden "Drang zur Jagd" spricht.
Auf seine Beteuerung, sich vorbildlich verhalten zu haben und ein "zivilisierter" Löwe zu sein, erwidert der Psychiater: "Was ist dann Ihr Problem?" - er muß natürlich ein umfassendes Bild vom Innenleben des Patienten erhalten. Das liefert ihm der Löwe, als er von zunehmender Unordnung spricht, hervorgerufen durch Horden fremder Tiere in seinem Revier, und von einer Verkehrung der Sitten und Lebensgewohnheiten, angeordnet durch die Affen. Diese seien "Experten" und verfolgten das Ziel einer "Welt-Tiergemeinschaft"!
Im Laufe dieser Schilderung gibt der Löwe zugleich Aufschluss über seine Gemütsverfassung und die widerstreitenden Impulse in ihm. Natürliche Regungen der Selbstbehauptung und des Durchgreifens würden durch auferlegte Regeln und Übereinkünfte unterbunden, und im Löwen herrsche Konfusion. Er habe Albträume und Angstzustände und leide körperlich immer mehr unter Energieverlust und Schwäche. Wie zur Bestätigung schlägt einmal unkontrolliert sein Schwanz aus, während sich an anderer Stelle das Schwächegefühl wieder seiner bemächtigt.
Der Psychologe hat zugehört und sich Notizen gemacht. Als der Löwe am Ende seiner Darstellung die direkte Frage: "Was ist nur los mit mir?", an ihn richtet, bekommt er keine Antwort und keine Erklärung, vielmehr verkündet der Psychologe, ihm ein Mittel gegen Depressionen verschreiben zu wollen.
Was geschieht hier? Verweist die Fabel damit nicht auf eine Parallele zur Realität? ...
Alte Bekannte
Trafen sich kürzlich zwei Dinosaurier.
"Hallo Iggy!" - "Tag Bronto! Lange nicht gesehen! Du siehst alt aus!"
"Danke! Im besten Alter, würd' ich sagen. Aber schau dich an - das Kompliment kann ich nur zurückgeben! Wo warst du die ganze Zeit?"
"In Neuseeland! In den Farnwäldern ließ es sich ganz gut aushalten, und das Blattwerk schmeckte nahezu vertraut. Und du?"
"Ich war in Schottland in jenem Loch... Gute Verpflegung, alles wächst üppig dort. Hier war es mir zu kalt, aber das ändert sich ja jetzt! Hast du irgendwas von den anderen gehört?"
"Die meisten sind von uns gegangen, aber vor einiger Zeit traf ich Archie Opteryx, der kommt viel herum..."
Bühne frei!
"Nun winkte er dem Berliner, die Bühne mit großräumigen Schritten zu durchmessen. Der Berliner konnte rabaukig sein, aber er stand dem Eberswalder nahe und hätte ihm diesen Part gegönnt, nur bestand der Meister auf seinem Hinzukommen. "Ejal wat is, ick muß immer 'ran", räsonierte der Berliner und stellte fest:" Is ja ooch wieder keen Wunder, hier spielt eben die Musick..."
Der depressive Löwe
"Der Löwe trottete dem gut sichtbaren Ziel entgegen, das ein jeder kannte. Schnell brach die Dunkelheit herein, doch bis zum Fuß des Löwenhügels war es nicht weit.
Nun lag der Aufstieg vor ihm. So lange war er nicht hier gewesen und schon gar nicht im Dunkeln! Die alte Verzagtheit begann ihn wieder zu befallen. Seine Beine gehorchten ihm nicht mehr, wie abwesend stierte er in die Schwärze der Nacht. "Ich muß den Weg zuende gehen", ermahnte er sich nach einigen lang empfundenen Minuten. Eine Tatze vor die andere setzend, tappte er nun hügelaufwärts."
RHYTHMUSSTÖRUNG, unerwartete gesellschaftliche Nebenwirkungen durch die Ausrufung einer Pandemie
... Als nächstes telefonieren wir mit einer alten Dame von 92 Jahren aus Jochens heimatlichem Bekanntenkreis. Sie beklagt sofort 'diesen Schlamassel', und daß ihre Tochter, anstatt sie zu besuchen, nur von der Straße aus durchs Wohnzimmerfenster mit ihr gesprochen habe. Auf die Aufforderung, doch hereinzukommen, sei sie zurückgeschreckt mit den Worten: "Das geht nicht! Wenn das die Polizei sieht!" Das ist unfassbar für unsere alte Freundin, die Krieg und politische Umstürze, mit der DDR ein bespitzelndes System, und ja - auch Krankheiten und deren Überwindung erlebt hat. Wir hören, dass ihr die Unerbittlichkeit nicht einleuchtet: "Ich bin doch schon alt, was soll mir denn noch passieren?" Und tatsächlich fehlen in ihrer Umgebung, einem kleinen Dorf, die unmittelbaren Belege. Nicht anders bei uns. Die regionale Zeitung listet regelmäßig die Zahl der im Landkreis Infizierten wie auch die an dieser Erkrankung Gestorbenen auf. Wie sie aktuell berichtet, hielt die entsprechende Kreisbehörde bislang zurück, wo genau, das heißt, in welcher Gemeinde die Fälle aufgetreten sind.
Überhaupt begonnen hat dieses pietätlose Zählen an höchster Stelle. Täglich werden in einer Art Verkündungszeremoniell 'die Zahlen' vom Robert-Koch-Institut herausgegeben (einer dem Gesundheitsministerium angegliederten Institution). Wenn Bürger nun ihrerseits dazu übergegangen sind, die Gewichtung der Situation anhand von Zahlen zu bemessen, dann ist das zwar opportun, nichtsdestoweniger aber vor allem unwürdig und irreführend. ...